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Dosierverfahren in Abfüllanlagen

Dosierverfahren sind die technischen Methoden, mit denen Produkte – flüssig, viskos oder fest – in exakt definierten Mengen in Gebinde wie Flaschen, Kanister oder Gläser gefüllt werden. Sie bilden die Grundlage für eine präzise, sichere und wirtschaftliche Abfüllung in der Industrie.

Die Auswahl des passenden Dosierverfahrens hängt von den Produkteigenschaften (z. B. Viskosität, Partikelanteile), den geforderten Füllmengen sowie den branchenspezifischen Hygienestandards ab. Moderne Abfüllanlagen setzen dabei auf unterschiedliche Technologien:

 

Wichtige Dosierverfahren:

  • Durchflussmesstechnik (magnetisch-induktiv, Coriolis, Ultraschall) für präzise Flüssigkeitsabfüllung
  • Kolbendosierung für viskose Produkte wie Cremes, Pasten oder Saucen
  • Gravimetrische Dosierung auf Basis von Gewichtsmessung
  • Volumetrische Dosierung über Kolben oder Kammern
  • Zeit-Druck-Dosierung für einfache, dünnflüssige Produkte

 

Vorteile moderner Dosierverfahren:

  • Hohe Dosiergenauigkeit und Reproduzierbarkeit
  • Flexibilität bei Produkt- und Gebindewechseln
  • Minimierung von Produktverlusten
  • Hygienische Reinigung (CIP/SIP) möglich

 

Typische Einsatzbereiche:

  • Lebensmittel- und Getränkeindustrie (Öle, Milchprodukte, Säfte, Saucen)
  • Chemische Industrie (Reinigungsmittel, Lacke, Schmierstoffe)
  • Pharma- und Kosmetikbranche (Sirupe, Lotionen, Salben)

 

Normen & Qualitätsstandards:

  • CE-Kennzeichnung nach Maschinenrichtlinie
  • HACCP und GMP für Lebensmittel- und Pharmaproduktion
  • ATEX-Ausführungen für explosionsgefährdete Medien