Die MAP-Verpackung (Modified Atmosphere Packaging) ist ein Verfahren, bei dem die Luft in einer Verpackung durch eine gezielt veränderte Gaszusammensetzung ersetzt wird. Ziel ist es, die Haltbarkeit von Lebensmitteln zu verlängern, die Frische zu erhalten und mikrobiologisches Wachstum zu hemmen – ganz ohne Konservierungsstoffe.
Dazu werden Gase wie Kohlendioxid (CO₂), Sauerstoff (O₂) oder Stickstoff (N₂) in unterschiedlichen Mischungen eingesetzt, je nach Produktanforderung. Beispielsweise hemmt CO₂ das Wachstum von Bakterien und Schimmel, während Stickstoff als Schutzgas gegen Oxidation wirkt.
Vorteile der MAP-Verpackung:
- Verlängerte Haltbarkeit von Lebensmitteln
- Erhalt von Geschmack, Farbe und Nährstoffen
- Reduzierter Einsatz von Zusatzstoffen
- Verbesserte Produktsicherheit
Typische Einsatzbereiche:
- Fleisch- und Wurstwaren (verlängerte Frische und rote Farbe)
- Backwaren und Käse
- Obst und Gemüse (Verzögerung des Reifeprozesses)
- Fertiggerichte und Convenience-Produkte
Normen & Qualitätsstandards:
- HACCP- und GMP-Konformität
- EU-Verordnung 1935/2004 zu Lebensmittelkontaktmaterialien
- Spezielle Hygiene- und Sicherheitsvorschriften für Gasgemische